Unsere Standardwerkstoffe

EPDM - Ethylen-Propylen-Dien-(Monomer) - Kautschuk                                                        (-30°C bis +150°C)*

Bei EPDM handelt es sich um TER-Polymer mit wenig ungesättigten Stellen in den Seitengruppen. Durch die gesättigte Hauptkette zeigt EPDM gute Hitze-, Ozon- und Alterungsbeständigkeiten sowie hohe Elastizität, gutes Kälteverhalten und gute elektrische Isoliereigenschaften.
EPDM ist beständig gegen: Bremsflüssigkeiten auf Glykolbasis bis 125°C, Silikonöle und -fette, viele polare Lösungsmittel (Ketone, Ester, Alkohole), Waschmittel, Natron- und Kalilaugen, Heisswasser und Heissdampf bis 125°C*, HFC- und mineralölfreie HFD-R Druckflüssigkeit.
EPDM ist nicht beständig gegen: Mineralölprodukte (Öle, Fette und Kraftstoffe), aliphatischen, aromatische und chlorierte Kohlenwasserstoffe.

VMQ - Silikonkautschuk                                                                                                                        (-60°C bis +200°C)*

Dieser Werkstoff zeichnet sich durch eine sehr hohe Hitze-, Witterungs-, Alterungs- und Ozonbeständigkeit aus. Zudem besitzt Silikon eine gute elektrische Isolationsfähigkeit gleichbleibend in einem Temperaturbereich von -60 bis + 200 °C. 

Eine Vielzahl von Silikon-Produkten sind physiologisch unbedenklich, sowie geruchs- und geschmacksneutral. Daher ist der Werkstoff Silikon insbesondere geeignet für Einsätze im Zusammenhang mit  Lebensmitteln, medizinischen oder pharmazeutischen Gütern, sodass diese anschliessend den einschlägigen Regularien von BfR u. FDA zur Lebensmittelkonformität den Anforderungen von WRAS, KTW u. ACS für den Trinkwasserkontakt sowie den geltenden Bestimmungen aus ISO 10993, USP Class VI u. E.P. 3.1.9. für den medizinisch/pharmazeutischen Bereich entsprechen.
Dampfsterilisationen sind bei Temperaturen zwischen 120° C und 140° C mit vielen Silikon-Qualitäten mehrfach möglich.  

Silikon ist nicht beständig gegen Kraftstoffe, Silikonöle und -fette sowie Säuren und Alkalien. 

CR - Chloroprene (Neoprene)                                                                                                              (-35°C bis +100°C)*

Neopren ist ein synthetischer Kautschuk auf Butadien-Acrylnitril-Basis. So vereinigt er fast alle wünschenswerten Eigenschaften eines Kautschuks: mittlere Ölbeständigkeit (besser als Naturkautschuk, aber schlechter als Nitril-Kautschuk), gute Ozon- und Witterungsbeständigkeit, sehr gute Alterungsbeständigkeit (besser als Naturkautschuk, aber schlechter als Silikon und FKM), gute mechanische Eigenschaften und Elastizität (aber weniger gut als Naturkautschuk - kleinere bleibende Verformung bis 70 °C, bei höheren Temperaturen jedoch grösser als diejenige von Nitril-Kautschuk).

Neopren kann in einem Temperaturbereich von –35 bis +100 °C eingesetzt werden.  Chloropren (Neopren) wird in mehr als zehn Varianten hergestellt, dadurch zeichnet er sich durch solche unterschiedliche Eigenschaften aus. Neopren-Kautschuk wird überall dort eingesetzt, wo Artikel der Bewitterung ausgesetzt sind oder wo diese sporadisch mit Öl in Kontakt kommen (Deckblatt von Schläuchen, innere Gummierung von Pressluftschläuchen).

Quelle: https://www.gummischwarz.ch/Kundenupload/M1/downloads/Beschreibung_KuK.pdf

NR - Naturkautschuk                                                                                                                                 (-50°C bis +70°C)*

Der Naturkautschuk ist ein Allzweck-Kautschuk, den man in fast allen Einsatzgebieten antrifft. NR weist eine sehr hohe Zugfestigkeit, Elastizität, Kälteflexibilität und hervorragende dynamische Eigenschaften auf. Mässige Beständigkeiten weist NR gegenüber Öl, Hitze, Witterung und Ozon auf.

NBR - Nitril-Butadien-Kautschuk                                                                                                      (-25°C bis +100°C)*

NBR besitzt eine sehr gute Beständigkeit gegen Mineralöle und -fette, sowie HFA-, HFB- und HFC-Druckflüssigkeiten, pflanzliche und tierische Öle und Fette. Zudem weisen NBR-Werkstoffe eine gute Beständigkeit gegen aliphatische Kohlenwasserstoffe (Propan, Butan, Benzin und Dieselkraftstoff), sowie gegen Silikonöle und -fette auf. Zusätzlich zeichnet sich NBR durch einen geringen Druckverformungsrest aus.
NBR ist nicht beständig gegen polare Lösungsmittel, Bremsflüssigkeit auf Glykolbasis, überhitzten Wasserdampf, aromatische Kohlenwasserstoffe, chlorierte Kohlenwasserstoffe, HFD-Druckflüssigkeiten sowie UV-Licht und Ozon.

HNBR - Hydrierter Nitril-Butadien-Kautschuk                                                                           (-30°C bis +140°C)*

Kurzgesagt ist HNBR die Weiterentwicklung des NBR's. HNBR bzw. hochgesättigter Nitrilkautschuk ist die Bezeichnung für eine Materialklasse, die durch selektive Hydrierung (Addition von Wasserstoff mittels Katalysator) der Butadiengruppen von NBR gewonnen wird. Durch die Hydrierung ist eine gute Ozon- und Witterungsbeständigkeit gegeben. Wo NBR an seine Grenzen stösst, wird gerne der höherwertige Werkstoff HNBR verwendet.

FKM (Viton®) - Fluorkautschuk                                                                                                          (-25°C bis + 220°C)*

Fluorkautschuk oder auch bekannt unter dem Namen Viton®. Dieser Werkstoff zeichnet sich durch eine sehr hohe Hitze-, Witterungs-, Alterungs- und Ozonbeständigkeit aus. Des Weiteren besitzt der Fluorkautschuk eine sehr gute Chemikalienbeständigkeit und eine niedrige Gasdurchlässigkeit. Empfindlich ist der Fluorkautschuk unter anderem gegenüber der Einwirkung von Heisswasser, Dampf und Amine.
FKM wurde in den 50 er Jahren in den USA entwickelt und ist heute ein wichtiger Dichtungswerkstoff. Fluorkautschuke sind Mischpolymerisate aus hochfluorierten Kohlenwasserstoffen. Es stehen zur Zeit CO-, TER-, oder TETRA-Polymertypen mit unterschiedlichem Aufbau und Fluorgehalt und dadurch unterschiedlicher Medienbeständikeit und Kälteflexibilität zur Verfügung.

FFKM - Perfluorkautschuk                                                                                                                     (-20°C bis 325°C)*

Perfluorkautschuk (Kurzzeichen FFKM oder FFPM) oder Perfluorelastomer ist ein voll fluoriertes Elastomer. Chemisch ist es dem Polytetrafluorethylen (PTFE) sehr ähnlich. Es wird vor allem dort eingesetzt, wo eine sehr gute thermische und/oder chemische Beständigkeit gefordert ist.

FFKM können zwischen −20 °C bis +325 °C eingesetzt werden. Sondercompounds (Mischungen) sind unter bestimmten Bedingungen bis über +325 °C oder bis −30 °C einsetzbar. Gerade die Angabe der Tieftemperatur bezieht sich auf den statischen Einsatzfall.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Perfluorkautschuk

Weitere Werkstoffe auf Anfrage erhältlich.

* Angaben beziehen sich nur auf allgemeine Werkstoffangaben und dienen lediglich zur Orientierung. Temperaturen variieren stark auf Grund ihrer verschiedenen Rezepturen und Inhaltsstoffe.